Einfluss-reiche Pharmaindustrie - ärztliche Interessenkonflikte

Die aktuelle Diskussion um schädliche Nebenwirkungen, sogar tödliche Risiken der so genannten atypischen Neuroleptika (s. dazu unter anderem http://www.psychiatrie.de/dgsp/Neuroleptika-Debatte) berührt immer wieder die Frage, wie objektiv industrie-finanzierte Forschung ist. Auch ist zu fragen, wie unabhängig praktizierende ÄrztInnen in ihren therapeutischen Entscheidungen sind. Dazu zwei hochinteressante Aufsätze aus jüngerer Zeit: Das Handelsblatt (online-Version 24.10.2008) berichtet über "Psychiater im Sold der Psychiatrie". Eva-Maria Schnurr zitiert amerikanische Erfahrungen, "dass Psychiater und Neurologen das meiste Geld aus der Industrie erhalten - noch vor Herz-Kreislauf-Spezialisten". Nachzulesen unter http://www.handelsblatt.com/technologie/medizin/psychiater-im-sold-der-i... Mit einer Klarheit, die wir uns öfter wünschen würden, plädiert David Klemperer im Deutschen Ärzteblatt für strikte Unbestechlichkeit von Ärztinnen und Ärzten. - Es gehe dabei um das Ansehen des gesamten Berufsstandes, so Klemperer. Möglicherweise geht es auch um die Gesundheit vieler PatientInnen - mit Sicherheit aber geht es um sehr viel Geld. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=61694